08. Dezember 2017

Rückblick: 50 Jahre Sesselbahnen Hoch-Imst

Am 10. Dezember 1967 wurde die Sesselbahn der Imster Bergbahnen Richtung Alpjoch feierlich eröffnet. Es folgte eine bewegte Geschichte. Heute schreiben die Imster Bergbahnen positive Zahlen und können den laufenden Betrieb selbständig finanzieren. Das war nicht immer so.

Aufnahme von Hoch-Imst in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts.

Alles begann am 8. März 1966 mit der Gründungsversammlung der „Alpjoch-Imst-Lift GesmbH“. Dieser wohnten an die 150 Persönlichkeiten der Stadt Imst bei. 1967 feierte ganz Imst dann die Eröffnung des Einersesselliftes zur Untermarkter Alm. Am 15. Februar 1971 ging die obere Sektion auf das Alpjoch in Vollbetrieb. Aufgrund akutem Schneemangels im damaligen Winter war ein früherer Termin nicht möglich. Im Sommer 1986 investierten die Bergbahnen unter anderem in den Bau des Malchbachliftes und die elektrische Beleuchtung der Naturrodelbahn. 2015 kam der Funpark hinzu.

Interessantes Detail am Rande:
Als Fahrpreise wurden 1966 festgesetzt:

Bergfahrt Erwachsene: 12,- Schilling (0,88 Euro)

10er Block: 100,- Schilling
(7,27 Euro) 

Im Seminarraum im Untergeschoss der Untermarkter Alm wird die Sonderausstellung alter Fotos von Hoch-Imst gezeigt. Diese können Interessiert noch den gesamten Winter über besichtigen. Hier ein kleiner Vorgeschmack:

Bildnachweise: Foto Mathis, Stadtarchiv Imst, Archiv Imster Bergbahnen

Von Beginn an gab es für die Verantwortlichen rund um die Bergbahnen einige Höhepunkte, es galt jedoch auch viele Tiefschläge zu bewältigen. Den Betrieb am Laufen zu halten war von einer permanenten finanziellen Gratwanderung begleitet. Die Hauptgründe dafür sind die übermächtige Konkurrenz der großen Skigebiete sowie die generellen Schwierigkeiten von Kleinstskigebieten – speziell in der Folge schneearmer Winter. Dennoch wurden alle Probleme mit Bravour gemeistert.

Einmalige Erfolgsgeschichte
Neben der Errichtung des neuen Speicherteiches und der damit verbundenen effizienteren Beschneiung (2016-2018), zählt zweifelsohne der Bau des Alpine Coaster Imst 2003 zu den Meilensteinen der Chronik der Imster Bergbahnen. Die bis heute noch immer längste auf Schienen geführten Ganzjahresrodelbahn in den Alpen entwickelte sich rasch zu einem echten Publikumsmagneten. Bereits in den ersten Jahren bescherte die Freizeit-Attraktion den Imster Bergbahnen während der Sommermonate Umsatzzuwächse im dreistelligen Prozent-Bereich.  „Ein großer Dank gilt meinem Vorgänger Franz Krismer und seinen zahlreichen Mitstreitern, der die Idee zum Alpine Coaster hatte. Ohne ihn würde es heute die Imster Bergbahnen und somit auch Skifahren in Hoch-Imst wohl nicht mehr geben“, weiß Bernhard Schöpf, Geschäftsführer der Imster Bergbahnen.