11. September 2017

Spannende Alternativen gesucht? Dann ab zum Orientierungslauf!

Kondition und Köpfchen gefragt

Wer im Gelände zwischen Hoch-Imst und der Untermarkter Alm unterwegs ist, dem sind sie vielleicht schon begegnet: Die Spürnasen, die ausgerüstet mit Kompass und Karte auf der Suche nach dem nächsten Kontrollpunkt und der optimalen Route im Gelände umherlaufen.


Die Laufsportart „Orienteering“
oder auf Deutsch: „Orientierungslauf“ kommt ursprünglich aus Skandinavien. Sie verbindet körperliche Fitness mit geistiger Leistung. Anfang der 1990er Jahre wurden auch in Tirol Vereine für Orientierungslauf gegründet. In Hoch-Imst wartet ein Fixpostennetz mit drei verschiedenen Routen. Alle drei Strecken eignen sich ideal für Anfänger: „Diese Sportart ist für alle Altersklassen geeignet. Die vereinfachte Karte in Hoch-Imst bietet sich für Einsteiger in den Sport perfekt an“, sagt Maria Luise Schnegg vom größten Verein für Orientierungslauf in Tirol, dem Laufklub Kompass Innsbruck Imst. „Man kann die Routen gemütlich meistern. Ob Genuss- oder Eliteläufer, bei diesem Sport geht alles.“ Die Touren sind jeweils so angelegt, dass eine Abfahrt mit dem Alpine Coaster möglich ist. Dieser Anreiz begeistert auch Familien.

Das wichtigste Equipment beim Orientierungslauf ist die Karte:
Meist verwendet man speziell angefertigte Orientierungslauf-Karten, die sich von topografischen Karten durch eine noch größere Detailgenauigkeit unterscheiden. „Besonders markante Punkte werden in diesen Karten extra eingezeichnet“, erklärt Schnegg. Die entsprechenden Karten sind an der Talstation der Imster Bergbahnen erhältlich. Auf der Spezialkarte sind zusätzlich Sperrgebiete, Zusatzinformationen sowie die Kontrollposten aufgedruckt, nicht aber der Weg dorthin. Die Route schnellstmöglich zu finden, das ist die große Herausforderung bei dieser Sportart.

Orienteering Karte

„Es reicht nicht, jeden Kontrollposten im Gelände zu finden. Dies gilt es zudem in der richtigen Reihenfolge zu entdecken“, weiß die Expertin. Jeder Posten ist nummeriert und muss abgezwickt werden. So kann man am Schluss die Reihenfolge kontrollieren. „Bei Wettbewerben laufen die Sportler mit Chipkarten an den Posten vorbei“, verrät Schnegg.

Der Kompass, das zweite wichtige Instrument, hilft bei der Suche nach der richtigen Route: Er dient zum Einordnen – also dem Ausrichten der Karte – und dem Anpeilen der Punkte.

„Beim Orientierungslauf werden auch Nervenstärke und Konzentration trainiert, vor allem wenn man sich in Wettbewerben misst. Ich selbst habe gelernt, dass Kartenlesen reine Übungssache ist.“

Maria Luise Schnegg,

Laufklub Kompass Innsbruck Imst