20. Mai 2018

Wow-Momente am Alpine Coaster Imst

Die längste Alpen-Achterbahn der Welt markiert zweifelsohne den Höhepunkt der Outdoor-Region
Hoch-Imst. Ob als Dauerschleife mit dem beliebten 10er-Block oder in Kombination bzw. als einmaliger Abschluss sportlicher Aktivitäten wie Wandern, Klettern etc. Für bewegungshungrige Eltern übernimmt der Alpine Coaster oft die Funktion des motivierenden und belohnenden Ereignisses beim Familienausflug.

Die exakt 3.535 Meter lange Strecke hat zahlreiche unvergessliche Augenblicke zu bieten. 
Hier ein paar spezielle Eindrücke einer Coaster-Fahrt:

Der Start: Bitte einsteigen und angurten – währenddessen spürt man den ersten Ruck nach vorne. Nur noch zwei Schlitten bis zum Start ins Vergnügen. Die Ampel springt wieder auf grün. Der Mitarbeiter grüßt, prüft den angelegten Gurt, erklärt die einfache Schaltung – Hebel nach vorne bedeutet Gas, Hebel zurück bremsen – sowie die Sicherheitshinweise. In der Zwischenzeit rückt der eigene Schlitten in die Pole-Position. Ein aufregendes Kribbeln erfasst die meisten Alpen-Achterbahn-Fahrer. Gedanken eines Neo-Coasterianers: Was wird mich wohl erwarten, ist die Fahrt ihr Geld wert? Wiederholungstäter haben oft andere „Sorgen“: Hoffentlich ist die Bahn möglichst lange frei. Grün und Abfahrt!

Die erste Rechtskurve: Die Wellen auf der langen Gerade nach dem Start machen schon mal Lust auf mehr. Mit rasender Geschwindigkeit geht’s auf die erste Kurve zu. Wie reagiert der Schlitten, was bewirkt die Fliehkraft? Ein Schild mahnt zum Bremsen – soll man überhaupt, wenn ja, wieviel? Am besten einfach ausprobieren. Wichtig zu beachten ist dabei, vorausschauend zu fahren und genügend Abstand zum Vordermann zu halten (mind. 25 Meter, bei nassen Bedingungen doppelt so viel). Zur Beruhigung aller Eltern sei noch gesagt, dass die Schlitten ab einer gewissen Geschwindigkeit selbst bremsen.

Im Höhenrausch
Über Forstwege, kleine Bäche sowie Schluchten und einmal über die Piste saust man auf der durchschnittlich neunminütigen Fahrt ins Tal. Manchmal sind dabei die Alpenblumen entlang der Strecke zum Greifen nah, ehe man kurz darauf bis zu sechs Meter und mehr über dem Boden dahingleitet.

Steil bergab: Vor allem die „Jumps“ mit einem Gefälle von bis zu sechs Metern haben es in sich und entlocken den im Coaster Sitzenden regelmäßige Urlaute und Freudenschreie.
Das durchschnittliche Gefälle beträgt 12,6 %.

40km/h
Maximalgeschwindigkeit
12.6%
durchschnittliches Gefälle
3535
Meter
Die länste Alpen-
Achterbahn der Welt

Naturerlebnis
Nur die Geschwindigkeit zählt? Beim Alpine Coaster mit Sicherheit nicht. Ambitionierte Tempobolzer, die die Maximalgeschwindigkeit von 40 km/h ausreizen, versäumen einiges. Die Schienen führen vom Start bei der Untermarkter Alm hinunter bis zur Talstation von Hoch-Imst. Dabei  durchfährt man Almböden, Wiesen und Wälder. Tipp: dazwischen mal genau lauschen, was die Natur entlang des Coasters so zu bieten hat. Mit Sicherheit hört man an manchen Stellen das Wasser plätschern und viel Vogelgezwitscher, mit etwas Glück sogar den markanten Schrei eines Raub- oder Greifvogels. Muuh – wer gibt sich den hier als Zaungast aus? Richtig, auch Kühe weiden entlang der Strecke. Aber keine Sorge, diese sind wie alle anderen Individuen durch einen Zaun von den Schienen getrennt


Das Ziel: Auch die längste Alpen-Achterbahn der Welt ist einmal zu Ende – für die meisten zu früh. Da geht’s dann direkt weiter zum Sessellift nebenan und auf zum nächsten Coaster-Erlebnis – egal ob rasant oder genüsslich.